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Heatherland´s White Domino

05.07.2003 - 11.02.2011

Domino

Der letzte Gang

Bin ich einst gebrechlich und schwach,
Und quälende Pein hält mich wach,
Was du dann tun musst - tu es allein...
Der letzte Kampf wird verloren sein...

Dass du sehr traurig bist, verstehe ich wohl,
Deine Hand vor Kummer nicht zögern soll.
An diesem Tag - mehr als jemals geschehen,
Muss deine Freundschaft das Schwerste bestehen...

 Wir lebten gemeinsam in Jahren voll Glück!
Furcht vor dem Muss? Es gibt kein Zurück...
Du möchtest doch nicht, daß ich leide dabei,
Drum gib, wenn die Zeit kommt, bitte mich frei...

Begleite mich dahin, wo ich hingehen muss,
Nur - bitte bleib hier bis zum traurigen Schluss.
Und halte mich fest und red mir gut zu,
Bis meine Augen kommen zur Ruh...

 Mit der Zeit - ich bin sicher - wirst du es wissen
Es war deine Liebe, die du mir erwiesen...
Vertrauender Blick - ein letztes Mal...
Du hast mich befreit von Schmerzen und Qual...

 Und gräme dich nicht, wenn du es einst bist
Der Herr dieser schweren Entscheidung ist
Wir waren beide so innig vereint,
Es darf nicht sein, dass dein Herz um mich weint...

(Verfasser unbekannt)

11.02.2011
Domino ist heute zu seinem Balou über die Regenbogenbrücke gegangen. Wir haben den Kampf gegen die Schmerzen verloren - aber mein letztes Versprechen konnte ich einhalten:
Schmerzfrei zu werden.

Domino - Du warst mein ganz besonderer Hund und wirst in meinem Herzen immer einen ganz besonderen Platz haben. Du fehlst hier an allen Ecken, wir vermissen Dich unendlich!
Bis irgendwann auf der Regenbogenbrücke mein Schöner!


Domino war ein American White Collie, 05.07.2003 - 11.02.2011
Farbe white/ tricolor

Züchterin Stephanie Noelle - www.american-white-collie.de

Dominos Mama ist Annika vom Pietzmoor
Dominos Papa ist Aaron vom Pernerhof


Dominos Geschichte:

Wir hatten ja grade unseren Balou, allerdings aber auch schon die Einladung zum Collietreffen bei Stephanie Noelle. Der Plan war nun, uns schon mal bei Stephanie um zu schauen und zu entscheiden, wie unser Collie in 1-2 Jahren aussehen soll. Wir sind also mit Balou zum Collietreffen, welches gleichzeitig Zuchtschau war, gefahren. Balou fand das alles klasse!
So viele Collies, er war mit seinen 4 Monaten schon fast genauso groß wie sie und es wurde getobt, gerannt und Collies frisiert (nicht grad praktisch wenn die Zuchtschau am nächsten Tag ist...)

Am Tag der Zuchtschau haben wir Balou dann lieber an der Leine gelassen und uns all die wunderschönen Collies angeschaut. Einer viel uns besonders ins Auge, weiß/ tricolor, ich schätzte ihn auf ca 1 Jahr. Irgendwann kam eine Freundin von Frau Noelle zu mir und fragte mich, ob ich wüßte, das Domino- so hieß der Prachtbursche- zu vermitteln sei. Nein, wußte ich nicht, wollte ich auch gar nicht wissen!

Kennenlerntag


Meine Antwort: wie alt ist er denn??? Antwort: knapp 1 Jahr hmmm....
Ich habe das meinem Mann weiter erzählt, seine Reaktion: will gar nicht wissen, das er zu vermitteln ist, wie alt ist er denn?
Den ganzen Tag behielten wir Domino im Auge, er wurde sogar Jugendsieger, aber das war uns eigentlich egal - er faszinierte uns.
Abends kam Frau Noelle zu uns und erzählte uns auch, das Domino zu vermitteln sei und wir uns doch überlegen sollten, ob er nicht zu uns passen würde. Darüber hatte ich auch schon nachgedacht und ganz zufällig am Nachmittag Balou und Domino häufig zusammen gebracht.

Domino lernt Balou kennen

Es waren auch noch andere Interessenten für Domino da, aber Frau Noelle meinte, bei uns wäre er am besten aufgehoben... Wir kamen ins grübeln, jetzt schon ein Zweithund zu unseren Jungspund? Und dann auch noch einer mit Vergangenheit?
Domino war als Welpe ganz normal vermittelt worden, allerdings verloren die Leute schnell das Interesse an ihm. Ein Collie war zu langweilig! Er eignete sich nicht zur Schutzhundausbildung und er konnte keine Treppen laufen (würde ich auch nicht, wenn ich zum üben runter geschupst worden wäre)!
Domino muß wohl einige Zeit nur auf einem Dachboden verbracht haben, als er mit 8 Monaten wieder bei Frau Noelle abgegeben wurde, war er sehr schlecht ernährt und in einem desolaten gesundheitlichen und psychischem Zustand.
Mit viel Geduld, Liebe und Futter hat Frau Noelle ihn wieder aufgepäppelt. Domino sollte eigentlich in die Zucht und Frau Noelle suchte nun einen Platz, wo er geliebt wurde und immer bleiben konnte.
An diesem Tag konnten und wollten wir keine Entscheidung treffen, wir vereinbarten, das wir am nächsten Tag noch mal vorbei kommen und uns noch mal unterhalten würden. Mein Mann und ich hatten eine recht schlaflose Nacht, am nächsten Tag sind wir dann zu Frau Noelle und vereinbarten, das sie uns Domino am 18. Juli bringt und er für 4 Wochen zur Probe bei uns bleibt.
Mit gemischten Gefühlen fuhren wir wieder nach Hause, irgendwie einen zusätzlichen Hund im Gepäck....

Am 18. Juli 2004 kam Domino dann, marschierte hier rein, begrüßte uns, guckte sich um, spielte mit Balou. Er war zwar sehr zurückhaltend, aber das war ja normal. Nach 2 Tagen allerdings fingen die Probleme an. Balou, Welpe, war hier Zuhause, Domino, der ältere, wollte aber das sagen haben - berechtigter Weise... Mehrmals täglich gab es die wildesten Kloppereien, Balou war mittlerweile mindestens genauso groß wie Domino und versuchte auch seinen Kopf durch zu setzen. Dazu kam, das Domino vor jeder Handbewegung, jedem lauten Wort in Panik ausbrach, teilweise - für uns - aus unersichtlichen Gründen panisch wurde und nicht mehr ansprechbar war.
Schnell waren wir mit den Nerven am Ende- so konnte das nicht gut gehen! Wir entschieden, Domino kann nicht bleiben, das schaffen wir nicht!
Eine Bekannte sagte, sie würde Domino nehmen, ich gab Frau Noelle ihre Telefonnummer und sie rief dort an. Allerdings hatte es sich unsere Bekannte schon anders überlegt und sagte Frau Noelle ab. Da standen wir nun und überlegten, was tun? Domino wieder weg bringen, er müßte sich dann ja wieder umgewöhnen? Ich rief Frau Noelle an, sie sagte natürlich sofort, wenn es nicht klappt, kann Domino zuerst mal wieder zurück zu ihr. Wir sollten nur bitte noch ein paar Tage durchhalten, da eine ihrer Hündinnen kurz vorm werfen wäre.
Natürlich, kein Problem, das schafften wir. Nur in diesen Tagen, in denen unsere Entscheidung ja schon gefallen war, entspannt sich die Lage - oder wir uns? Am 04. August, dem Geburtstag meines Mannes, telefonierte ich nochmals mit Frau Noelle. Ich sagte ihr, wenn Domino als Zuchtrüde eingesetzt werden soll, sehe ich keine Möglichkeit, das er bleibt. Einen Zuchtrüden, der ja jetzt schon Balou gegenüber richtig aufdrehte, das traute ich mir nicht zu. Balou sollte kastriert werden, Domino dann auch.
Und was sagte Frau Noelle: wenn er dafür bleiben kann und ein super Zuhause hat, dann darf er kastriert werden! Unglaublich, diese Züchterin verzichtete zum Wohl des Hundes auf einen erstklassigen Zuchtrüden und damit auf einen sehr wichtigen Bestandteil ihrer zukünftigen Zucht!
Für Frau Noelle war diese Entscheidung verbunden mit einem lachenden und einem weinenden Auge, zum Wohl des Hundes entschied sie sich für ihr lachendes Auge - Hut ab!!!!
Domino blieb also, er gewann bei uns an Sicherheit, allerdings gibt es auch heute noch Nachwirkungen von seinem ersten Zuhause.
Er ist super futterneidisch, auch heute noch werden die beiden getrennt gefüttert (klar, wenn man vorher nie wußte, ob und was es gibt)
Er hat - auf Grund schlechter Aufzucht beim Vorbesitzer - hinten eine massive Bindegewebsschwäche, die nur langsam wieder in Ordnung kommt.
Dazu kommen neurologische Ausfälle des Bewegungsapparates und Panikattacken aus für uns nicht nachvollziehbaren Gründen.
Laute Stimmen, schnelle Bewegungen mit den Armen lassen ihn immer noch manchmal zusammen zucken. Aber all das bekommen wir mit viel Liebe und Geduld in den Griff!
Am 20. August 2005 sind wir wieder zu Frau Noelle gefahren, es war wieder Zuchtschau. Sie war begeistert, wie gut Domino sich entwickelt hat!
Domino ist mittlerweile ein selbstsicherer Rüde geworden, der seinen Balou liebt und umsorgt - wir nennen Domino auch gerne "Schwester Domino", denn kleinere Wunden versorgt er, nicht ich! Domino hat in dem kleinen Hunderudel das sagen, obwohl Balou nun schon eine Rückenhöhe von ca. 92 cm hat!
Domino wickelt mich regelmäßig um seine Pfoten, er hat ein so liebenswertes Wesen, das ich ihm tatsächlich mehr durchgehen lasse als Balou ;-)

Zwei auf Posten

Domino hat bei uns auch seine versäumten Entwicklungsphasen nachgeholt :-)
Als Balou in dem Alter war, wo alles angeknabbert wird hat Domino kräftig geholfen - nichts war vor den zweien sicher. Innerhalb von 3 Wochen mussten ca 8 Paar Schlappen dran glauben, eine Fernbedienung, meine Lieblingswolldecke und vieles mehr! Balou kam wegen seine Größe überall dran, Domino mit der schmalen Schnauze in jede Ecke und Spalte.... - so aufgeräumt war es bei uns noch nie!
Auch diese Phase haben wir glücklich überstanden, genauso wie die Neugestaltung unseres Gartens - welche die beiden in die Hand genommen haben..... Hochteiche sind Wassernäpfe, Rosen am Zaun stören die Sicht und Löcher im Rasen sind schick!

Wir sind froh, das wir uns für Domino entschieden haben - er ist ein wunderbarer Hund!

Domino litt sehr, als Balou krank wurde. Er verstand nicht, was mit Balou plötzlich los war. Nachdem Balou zur Regenbogenbrücke gegangen ist, war Domino sehr einsam. Ich erkannte das zwar, war aber eigentlich noch nicht bereit für einen neuen Hund. Ich sprach mit meiner Freundin Stephanie Noelle, Dominos Züchterin, und mit meiner Freundin Martina Friemelt-Lenz.
Beide wussten es besser als ich!
Martina lud mich ein, sie am Wochenende zu besuchen. Bei ihr traf ich auf Cadir, ein liebenswerter Kasper. Eine Woche später holten wir Cadir zu uns und Domino blühte auf! Auch wenn mein Herz zuerst nein sagte, es war eine der besten Entscheidungen, die wir für uns und Domino treffen konnten!

Danke Stephanie - Danke Martina!

Was uns allerdings aufgefallen ist - mit Balou war Domino ein Herz und eine Seele. Die zwei haben auch zusammen in einer Kudde gelegen.
Das macht Domino nicht mehr, weder mit Cadir und schon gar nicht mit Janto.


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© Kathrin Müller 2009